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Fachkraft für Hafenlogistik

© Bernd Sterzl / pixelio.de

Der Großteil der Warengüter wird per Schiff im- und exportiert. Entsprechend hoch ist der Umschlagsverkehr an Häfen. Daher wollen Frachthäfen gut organisiert werden. Diese komplexe Logistik und Organisation wird von speziell ausgebildeten Fachkräften für Hafenlogistik übernommen.

Aufgaben des Hafenlogistikers

Zu ihren Aufgaben gehören das Kontrollieren der Lieferungen aus aller Welt und die Lagerhaltung. Liefertermine müssen abgestimmt werden, Frachtpapiere geprüft und das Be- und Entladen der Schiffe überwacht werden. Da ein Hafen, ebenso wie ein Flughafen, keine Öffnungszeiten hat, sondern hier rund um die Uhr Betrieb ist, arbeiten Hafenlogistiker im Schichtdienst, das heißt auch nachts und am Wochenende.

Wie andere Ausbildungen auch, dauert die Ausbildung zum Hafenlogistiker drei Jahre und wird selbstverständlich ebenfalls vergütet. Im ersten Lehrjahr erhältst du im Schnitt 520 Euro, im zweiten 555 Euro und im dritten wirst du mit ca. 590 Euro entlohnt.

Voraussetzungen

Der Beruf des Hafenlogistikers erfordert vor allem Organisationstalent, denn schließlich musst du zum Beispiel Termine gut planen können und entscheiden, wo etwas abgeladen oder gelagert werden darf, ohne dass dadurch der Betrieb im Hafen gestört wird. Und auch wenn mal Termine nicht eingehalten werden können, weil sich ein Schiff verspätet, musst du kurzfristig umplanen können, damit der reibungslose Ablauf der Güterverladung nicht gestört wird.

Um diese Organisation umzusetzen, bedarf es Kommunikationsstärke, denn du stehst am Hafen zwar nicht im direkten Kundenkontakt, musst dich aber mit Mitarbeitern abstimmen, wie zum Beispiel Kranführern, Lkw-Fahrern, Zollmitarbeitern und Kapitänen. Da diese Mitarbeiter teilweise von überall auf der Welt kommen, sind gute Englischkenntnisse absolut notwendig, um miteinander kommunizieren zu können. Auch die Frachtpapiere, die du überprüfen musst, sind auf Englisch verfasst. Wichtig ist außerdem, dass du keine Berührungsängste mit moderner Technik hast, denn Handscanner und Messgeräte begleiten dich genauso durch deinen Arbeitsalltag wie spezielle Computerprogramme zur Organisation und Verwaltung des Lagers.

Wenn du jetzt darüber nachdenkst, dich für einen Ausbildungsplatz zum Hafenlogistiker zu bewerben, hast du mit einem Hauptschulabschluss gute Chancen. Noch besser stehen sie, wenn du einen Realschulabschluss vorweisen kannst.