Unterrichtsinhalte, Weiterbildung und mehr

Mindestlohn

Der gesetzliche Mindestlohn

Der Mindestlohn ist gesetzlich geregelt und meint das kleinst zulässige Arbeitsentgelt für einen Beruf. Seit dem 01. Januar 2015 trat in Deutschland gesetzliche Mindestlohn durch das Mindestlohngesetz in Kraft. Dieser kommt sowohl für Arbeiter in Frage, die nur stundenweise arbeiten als auch für Monatslöhner in Vollzeitbeschäftigung. Die gesetzliche Höhe dieses Arbeitsentgelts beträgt Brutto 8,50 €/Stunde. Die Varianten des Mindestlohns sind vielfältig. Auf dieser Seite erhalten Sie einen guten Überblick über den Mindestlohn.

Arten von Mindestlohn

  • allgemeiner Mindestlohn auf der Grundlage des Mindestlohngesetzes
  • Branchenmindestlöhne (Tarifverträge auf der Grundlage des Tarifvertragsgesetzes)
  • Branchenmindestlöhne (Tarifverträge auf der Grundlage des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes)
  • Mindestlohn für die Pflegebranche (Grundlage des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes)
  • Lohnuntergrenzen für Leiharbeitnehmer (Grundlage des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes)
  • Vergabemindestlöhne (nach Vergabegesetzen der Länder) 


Auf Vorschlag der Mindestlohnkommission kann die Höhe des Mindestlohns geändert werden. Dies ist alle fünf Jahre, bei der Einberufung einer neuen Kommission, der Fall.

Der Mindestlohn von 8,50 € kann erstmals zum 1. Januar 2017 erhöht werden.

Für wen gilt der Mindestlohn?

  • Angestellte
  • Praktikanten (mit Ausnahme von Schülern und Studenten)

Für wen gilt er nicht?

  • Auszubildende
  • Jugendliche Arbeitnehmer
  • Arbeitnehmer, die mindestens 1 Jahr lang arbeitslos waren (haben erst nach sechs Monaten Anspruch auf Mindestlohn)

Niedrigere Branchenmindestlöhne

Neben dem gesetzlichen Mindestlohn gibt es in mehreren Branchen geregelte Branchenmindestlöhne. Diese werden grundsätzlich durch Tarifverträge festgelegt. Der Branchenmindestlohn geht dem allgemeinen Mindestlohn vor, sofern dieser höher als der allgemeine Mindestlohn ist.
Während einer Übergangszeit bis Ende des Jahres 2017 dürfen Branchenmindestlöhne jedoch noch niedriger als der Mindestlohn ausfallen. Erst nach 2017 gilt dann der Mindestlohn in allen Branchen, selbst wenn ein Tarifvertrag ein niedrigeres Entgelt vorsieht.